
Lili Boulanger: D’un matin de Printemps
Das Stück dieser Woche ist das Orchesterwerk “D’un matin de printemps” (auf Deutsch: Von einem Frühlingsmorgen) von der französischen Komponistin Lili Boulanger. Boulanger, die 1893 in eine Musikerfamilie geboren wurde, gehörte zu den erfolgreichsten französischen Komponisten und Komponistinnen ihrer Zeit und gewann 1913 den Prix de Rome – einen der begehrtesten Kompositionspreise Frankreichs. Nur 5 Jahre später – im März 1918 starb sie an einer chronischen Krankheit. Das Stück ist eines ihrer letzten entstandenen Stücke. Es existieren Versionen in verschiedenen Besetzungen, die alle von Lili Boulanger selbst erstellt wurde. Die erste Fassung aus 1917 war für Geige und Klavier gedacht. Die letzte Version aus Januar 1918 (nur wenige Wochen vor ihrem Tod) dann für ein großes Orchester. Das Stück zählt heute als ihr populärstes Stück für volles Orchester.
Mir gefallen an dem Stück vor allem die unfassbar vielen Farben und Texturen die für mich tatsächlich das Bild eines schillernden Sonnenaufgang an einem Frühlingstag mit ganz vielen kleinen Schmetterlingen erzeugen.
Beitrag vom 09.01.2026 von Anne Diepenbrock